Feenwald-Kinderzimmer

Im April diesen Jahres war es nun so weit – unsere Tochter sollte ein eigenes Kinderzimmer bekommen. Bisher hatte sie in ihrem „Babyzimmer“ geschlafen, das gerade genug Platz für den Wickeltisch, einen Sessel, ihr Bettchen (mit 70x140cm-Matratze) und den Kleiderschrank geboten hatte. Spielzeug und/oder Bücher konnten wir dort kaum unterbringen und langsam wurde es im Wohnzimmer etwas viel… Außerdem war es dort für sie auch sehr unübersichtlich, da ihre Sachen in unserer Wohnwand und Gesellschaftsspiele sogar im Abstellraum verstaut waren.

Somit wurde es Zeit für den Umzug unters Dach. Das neue Zimmer – unser bisheriges Gästezimmer – hat zwar eine Dachschräge, aber einige Quadratmeter mehr. Allerdings wurde uns beim konkreten Planen des Zimmers immer mehr bewusst, dass der Raum zu dunkel ist. Seltsamerweise gibt es in unserem Reihenendhaus im Obergeschoss an der langen Seite des Raumes zwei große Fenster – im Dachgeschoss aber nur eines, und das auch noch an der kurzen Seite. Das Tageslicht hatte also keine Chance, bis hinten ins Zimmer zu gelangen. Deshalb entschieden wir uns für den Einbau eines Dachfensters.

Vorher
Nachher

Im Nachhinein ist dies eine der besten Entscheidungen, die wir im Haus jemals getroffen haben! Der Raum ist nicht wiederzuerkennen. Man hat nun mehr Platz zum Stehen und da, wo gespielt wird, ist der Raum wirklich hell.

PAX mit zwei großen SKUBB.Boxen für saisonale Kleidung

Der nächste Schritt waren die Möbel. Wir haben uns für ein weißes 90x200cm-Bett von Ikea entschieden, sowie einen tiefen, weiß-hochglänzenden 1m-Pax-Schrank, auch von Ikea. Diese beiden Möbelstücke sind zeitlos und können eigentlich auch von der erwachsenen Hanna noch genutzt werden. Das Bett haben wir kojenartig hinter die Tür gestellt. Für Hannas Spielzeug haben wir zwei Trofast-Regale besorgt und das 4er-Kallax-Regal aus dem Babyzimmer umgezogen.

Das Trofast-Regal kennst du bestimmt schon: Es hat Schienen, in die Plastikwannen geschoben werden. Da wir diese Wannen noch mit Symbolen versehen haben, weiß Hanna nun genau, wo sich welches Spielzeug befindet und kann auch leichter aufräumen. Praktischerweise findet sich so auch Besuch schnell zurecht.

Trofast mit Gymnastikmatte, rechts sieht man den Hocker am Bett

Ihre Bücher und Gesellschaftsspiele stehen im Kallax-Regal, das gleichzeitig die Kuschelecke vom Rest des Zimmers halb abtrennt.

Kuschelecke – Wand in „Kolibrigrün“ mit Blättern in „Drachengrün“

An Kleinmöbeln haben wir dann noch ein Tonie-Regal, den Versteck-und-Dreh-Stuhl von Ikea, die grüne Turnmatte von IKEA und einen Tritthocker, damit sie selbst in ihr Bett klettern kann.

Bei der Wandgestaltung und Deko haben wir das Thema „Waldtiere“ oder auch „Feenwald“ aufgegriffen. Wir haben mit drei Wandfarben von Alpina gearbeitet: „Seesternorange“ haben wir an der Wand und der Decke rund um ihr Bett aufgetragen, damit der Schlafbereich optisch eingegrenzt wird. Über den Schlafbereich haben wir zusätzlich das LÖVA-Blatt von IKEA angebracht, damit es richtig kuschelig wird. Im Spielbereich haben wir mehrfach ein helles „Kolibrigrün“ verwendet und drauf bzw. daneben mit „Drachengrün“ Akzente gesetzt. In diesem dunkleren Türkisgrün habe ich auch ein Wandregal, eine Holzkiste und einen Pappbuchstaben bemalt und das Ganze mit Sprühlack fixiert.

Wandfarbe „Seesternorange“, Buchstabe H und Bilderrahmen in Drachengrün

Wandfarbe „Kolibigrün“, Feentür neben dem Baum

Das Waldgefühl haben wir durch Wandtattoos und Lampen erzeugt. Zwei Baumstämme schmücken die Wände, dazu ein Fuchs, ein Hase, ein Igel und ein paar Vögel – darunter auch ein Specht, der am Türrahmen hämmert. Diese Wandtattoos sind wirklich wunderschön und gar nicht kitschig, das war mir wichtig. Wir haben sie bei KEK Amsterdam bestellt und konnten sie ohne Probleme auf der Rauhfasertapete und am Schrank anbringen. Die Kuschelecke wird durch zwei Blumenleuchten noch gemütlicher gemacht. Um auch ein paar fantastische Elemente einzubringen, haben wir eine Feentür an der Wand befestigt. Die gibt es so zu bestellen und dort wird Hanna dann auch Post finden von der Schnullerfee und der Zahnfee. An der Schräge über ihrem Bett leuchtet nachts ein Feen-Wandtattoo.

LÖVA-Blart und Specht & Baumstamm von KEK Amsterdam, auf Seestern-Orange

Passend zum Thema sind auch die Deckenleuchten in Blütenkelch- und der Teppich in Blattform gehalten. Die Blütenkelch-Lampe hatten wir vorher schon in dem Raum hängen und haben noch eine zweite dazu bestellt, dass es auch an den dunklen WInternachmittagen hell genug zum Spielen ist. Wir haben Leuchtmittel von IKEA ausgesucht, die auch die Farbe wechseln und gedimmt werden können. Hanna liebt es natürlich, die Farben umzustellen.

Deckenleuchten in Blütenkelchform

Den Flur haben wir auch noch angepasst mit einem Teppich von H&M und einer Türtapete. Diese hat beim Anbringen leider Falten geschlagen, aber wir haben sie einfach trotzdem dran gelassen. Perfekt ist ja langweilig 😉

Teppich und Türtapete

Hanna und auch wir sind mit ihrem neuen Zimmer sehr glücklich und haben schon viele tolle Stunden darin verbracht! Falls unser siebenjähriger Patensohn zu Besuch ist, kann er auch wunderbar auf der Matratze in der Kuschelecke schlafen.

Teuer war das Ganze nicht – die Möbel sind ja von der Stange. Aber durch den Einsatz der Wandfarben und der Wandtattoos bekommt das Zimmer seinen ganz eigenen Charme.

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